Oberösterreich: Ausbreitung der Quaggamuschel gebremst

22. Juni 2026

Die invasive Quaggamuschel besiedelt Stege, Boote und Ufermauern und ist an zahlreichen Badeseen zur Plage geworden. Ihre Ausbreitung in Oberösterreich sei aber vorerst gestoppt, hieß es am Freitag vom zuständigen Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). Damit das so bleibt, sei aber Vorsicht geboten.

See mit Booten und Bergen im Hintergrund

Die Quaggamuschel bleibt zwar ein Problem, breitet sich derzeit aber nicht in weitere Gewässer aus. Betroffen sind weiterhin der Attersee, Traunsee, Mondsee und die Feldkirchner Badeseen. Damit zeigt sich laut Kaineder ein klares Muster, da besonders jene Seen betroffen sind, die stark für Wassersport genutzt werden.

Keinen Nachweis gab es unter anderem im Hallstätter See, Almsee, Gleinkersee, Nussensee, Offensee, Schwarzensee, Irrsee, Laudachsee, Vorderen Langbathsee, Heratinger See, Höllerer See, Holzöstersee, Imsee, Seeleitensee, Wildenauer Badesee und im Stausee Klaus.

Appell: Boote, Boards und Co. gründlich reinigen

Die aus dem Schwarzmeer-Raum stammende Muschel heftet sich an Stege, Boote, Schwimmleitern und Wasserleitungen. Sie verdrängt heimische Arten und kann technische Anlagen verstopfen. Zudem ist sie scharfkantig und kann zu blutigen Verletzungen führen.

Das Land appelliert weiterhin dringend an Bootsbesitzer, Taucher, Angler und Stand-up-Paddler: Wer zwischen Seen wechselt, sollte Boote und Ausrüstung gründlich reinigen und trocknen, damit nicht noch weitere Seen betroffen sind. „Ein einziger, schlampig gereinigter Bootsrumpf kann reichen, um ein neues Gewässer zu belasten“, so Kaineder.

Quelle

Ausbreitung der Quaggamuschel gebremst - ooe.ORF.at