Zebramuschel und andere Muscheln
Die frühesten Nachweise von Zebramuscheln in Mitteleuropa stammen aus dem Pliozän vor 2 bis 11 Millionen Jahren; vermutlich als Folge der großklimatischen Veränderungen verschwand sie danach aus Europa. Angeheftet an Schiffsrümpfe und als frei schwebende Larven im Ballastwasser gelangte sie vom Schwarzen Meer kommend ab Ende des 18. Jahrhunderts wieder nach Europa und im 20. Jahrhundert bis nach Nordamerika.

In der Alten Donau bei Wien wurde die Zebramuschel erstmals im Jahr 1870 festgestellt. Die Art kann lokal mit bis zu 100.000 Tieren pro Quadratmeter sehr häufig auftreten, Wasserrohre und Filteranlagen verstopfen, und durch die Anheftung an Großmuscheln diese in den Gewässergrund drücken und so "ersticken".
Die Quaggamuschel wurde in Österreich erstmals 2016 von einem Taucher im Bodensee entdeckt. Mittlerweile ist sie im ganzen See verbreitet und bereitet Probleme. Nachweise gibt es auch für Seen in Oberösterreich, Salzburg, Kärnten sowie in der Alten Donau. Badegäste, die ins Wasser gehen, schneiden sich immer wieder an den Muschelschalen. Die Besiedlung neuer Gebiete erfolgt durch Verschleppung. Meist unbemerkt heften sich die Muscheln oder deren Larven an Booten an, die in verschiedene Gewässer übertragen werden oder sie werden über Seewege transportiert. Durch Wassersportausrüstung wie Angelgeräte, Stiefel oder Tauchausrüstung ist ein Transport ebenfalls möglich. Auch Wasservögel können in ihrem Gefieder Muscheln in neue Gebiete bringen.
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Die Quaggamuschel – eine gebietsfremde Art verbreitet sich in Österreichs Seen (BMLUK)

Die Körbchenmuscheln und die Asiatische Teichmuschel wurden erst vor wenigen Jahren erstmals in Österreich festgestellt. Seither sind sie lokal sehr häufig geworden und sie können an manchen Standorten den Gewässerboden vollständig besiedeln, wodurch keine anderen Arten dort leben können.