Stechmücken
Die AGES informiert:
In Mitteleuropa kommen in den letzten Jahrzehnten vermehrt auch gebietsfremde Gelsen vor. Diese sind Container-brütende Gelsen-Arten, die ursprünglich aus südlich-tropischen Gegenden oder aus dem Ostasiatischen Raum stammen und meist mittels Güterverkehr in Europa eingeschleppt wurden. Bei passenden klimatischen Bedingungen können sich diese Arten ansiedeln und weiter ausbreiten. Gebietsfremde Arten, die nachweislich zu Veränderungen in der Struktur und Zusammensetzung von Ökosystemen führen, sich nachteilig auf die Ökosystemleistungen, die menschliche Wirtschaft und das Wohlbefinden auswirken, werden auch „Invasive Arten“ genannt.
In Österreich wurden bisher die Japanische Buschmücke (Aedes japonicus), die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus)und die Koreanische Buschmücke (Aedes koreicus) nachgewiesen. Da besonders die Asiatische Tigermücke auch exotische Krankheitserreger (z. B. Chikungunya , Dengue, Zika) übertragen könnte, ist es wichtig, Vorkommen dieser Art zu melden (über die App „Mosquito-Alert“ ).
Quelle: AGES [letzter Zugriff am 16.01.2026]

Citizen Science Projekt "Mosquito Alert"
Mosquito Alert ("Mückenalarm") ist ein Citizen Science Projekt, mit dem Tigermücken und andere Gelsen (Stechmücken) mittels einer kostenfreien App gemeldet werden können. Die eingesendeten Fotos werden von Expertinnen und Experten begutachtet. Die Funde werden anschließend anonym auf einer öffentlich zugänglichen Karte dargestellt.
Die AGES informiert: "Mit der App können, neben Tigermücken, noch weitere Gelsenarten gemeldet werden. Es handelt sich um die ebenfalls gebietsfremden Arten Japanische Buschmücke, Koreanische Buschmücke und die bisher in Österreich noch nicht nachgewiesene Gelbfiebermücke. Diese Arten sind ebenfalls in der Lage bestimmte Krankheitserreger zu übertragen und könnten heimische Arten verdrängen. Des weiteren können Funde der heimischen Gemeinen Stechmücke gemeldet werden. Diese ist von den heimischen Arten jene, die die größte Bedeutung in der Verbreitung von Krankheitserregern (beispielsweise beim West-Nil-Virus ) hat."
AGES informiert: Tigermücken nicht überwintern lassen
Die Eier von Tigermücken können auch die kalte Jahreszeit überstehen – oft in Behältern, in denen sich zuvor Wasser gesammelt hat. Hier finden Sie Tipps für die Vermeidung von Brutstätten.
Teilweise wird es über Nacht im Oktober schon recht frisch: Reif auf den Kübelpflanzen im Garten möchte man nicht unbedingt, also ab mit den Pflanzen und Gartengeräten ins Winterquartier. Und ungewollt damit auch mit den Tigermücken.
Nicht die ausgewachsenen Tigermücken, die überleben selbst milde Winter nicht. Aber ihre Eier sind viel zäher: Die überstehen auch Monate in Trockenheit und warten auf das Frühjahr. Wenn dann wieder gegossen wird, schlüpfen die Larven, 10 bis 15 Tage danach hat man wieder erwachsene Tigermücken im Garten.
Die Eier kleben am Rand von unterschiedlichen Behältern, in denen sich zuvor Wasser sammeln konnte, wie z. B. Blumentopfuntersetzer, Vogeltränken, Gießkannen etc. Die Eier überleben, selbst wenn der Behälter austrocknet. Sie sind allerdings nicht frostresistent: Sobald es mehrere Tage Minustemperaturen hat, sterben sie ab
Um das zu verhindern, ist es daher besonders wichtig, alle Behälter im Herbst gründlich zu reinigen: Dazu sollten die Behälter nicht nur abgespült, sondern auch abgewischt und anschließend trocken gelagert werden.
Links
Mosquito Alert: Plattform für Meldungen von Tigermücken und anderen Gelsen (AGES)