Cherax destructor - Yabbie-Krebs
| Wissenschaftlicher Name | Cherax destructor Clark, 1936 |
| Systematik | Malacostraca, Decapoda, Parastacidae |
| Weitere deutsche Namen | |
| Englische Namen | Common yabby |
| Herkunft | Zentral-Ost Australien (New South Wales, Victoria, South Australia, Teile von Northern Territory und Queensland) |
| Einschleppungswege und Einfuhrvektoren | Entkommen aus Gefangenschaft aus Aquakulturen oder Haustierhaltung, Einfuhr als Lebendfutter und Köder |
| Erkennungsmerkmale | Die Körperfarbe des über 25 cm großen Yabbie-Krebses ist sehr variabel von grün-beige bis fast schwarz und kann bei in Gefangenschaft gehaltenen Individuen auch blaugrün sein. Der Panzer des Krebses ist glatt mit einem einzigen Paar Rippen, welche zwei Keile bilden und besitzt keine Stacheln an den Schultern. Die Cheliceren sind glatt, länglich, groß und robust. Das Rostrum ist doppelt so lang wie an der Basis breit und besitzt seitlich je einen Stachel. Quer über den punktierten Carapax verläuft einen deutliche Vertiefung. |
| Status in Österreich | Fehlend |
| Erstfund in Österreich | - |
| Verbreitung in Europa | Aktuell gibt es in Spanien, Frankreich und Irland etablierte Populationen. Frühere Vorkommen in Italien (Latium, Sizilien) sind vermutlich erloschen. |
| Auswirkungen des Klimawandels | Kalte Wintertemperaturen limitieren die Etablierung der Art in Europa. Mit milderen Wintern erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Etablierung der Art. Mit fortschreitender Erwärmung und Trockenheit könnten Teile der Mediterranen Region für die Art ungeeignet werden. |
| Biologie und Ökologie | Weibchen produzieren Hunderte Eier; Jungtiere erreichen nach einem Jahr die Geschlechtsreife. Die Art ist nachtaktiv und ernährt sich als opportunistischer Allesfresser von Tieren, Pflanzen und Detritus. Es werden unterschiedliche aquatische Lebensräume besiedelt (Teiche, Bäche, Flüsse, Sümpfe). Bei ungeeigneten Bedingungen graben sich die Tiere im Substrat ein und können dort längere Zeit überleben. |
| Gefährdung der Biodiversität | Möglicherweise ist C. destructor resistent gegenüber der Krebspest und könnte somit ein zusätzlicher Überträger sein. Die Konkurrenz mit heimischen Flusskrebsen und mögliche negative Auswirkungen auf Fische, Amphibien, Libellen, Schnecken und andere wirbellose Tiere sowie Makrophyten können nicht ausgeschlossen werden. So hat die Art im gebietsfremden Areal in Australien Makrophyten- und Flusskrebspopulationen reduziert und die Verschlammung der Gewässer verursacht. |
| Negative ökonomische Auswirkungen | Es sind keine negativen ökonomischen Auswirkungen bekannt. |
| Negative humangesundheitliche Auswirkungen | Es sind keine negativen humangesundheitlichen Auswirkungen bekannt. |
| Positive sozio-ökonomische Auswirkungen | Eine im Aquarienhandel beliebte Art, die als Speisekrebs für gastronomische Zwecke gezüchtet wird. |
| Managementmaßnahmen | Prävention durch Bewusstseinsbildung zur Verhinderung der vorsätzlichen und nicht vorsätzlichen Ausbringung in die freie Natur; Citizen Science Programme und Überwachungsmaßnahmen, um neue Vorkommen frühzeitig festzustellen und Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen; Intensiver Fallenfang und das händische Einsammeln der Tiere können bei geringen Beständen effektiv sein. |
| Letzte Aktualisierung | Umweltbundesamt, Jänner 2026 |
Verbreitung in Österreich
Es sind keine Nachweise aus Österreich bekannt.
Bundesländer
| V | T | S | K | St | O | N | W | B |
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Biogeographische Regionen
| Alpine Region | Kontinentale Region |
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EU-Risikobewertung
Tricarico, E. (2022): Risk assessment Cherax destructor. Study on Invasive Alien Species – Development of risk assessments to tackle priority species and enhance prevention. European Commission. Link
Ausgewählte Quellen
Scalici, M., Chiesa, S., Gherardi, F., Ruffini, M., Gibertini, G. & Marzano, F.N. (2009) The new threat to Italian inland waters from the alien crayfish “gang”: the Australian Cherax destructor Clark, 1936. Hydrobiologia 632: 341-345.